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Freianlagen, Gewerbegebiet West in Maulburg

Ort:

Maulburg

Auftraggeber:

badenovaKONZEPT

Zeitrahmen:

Planung 2016-2017
Ausführung 2017-2018

Bausumme / Investitionskosten:

ca. 550.000 €

Leistungen:

Vorplanung Straßenbegleitgrün, Grünordnungsplan.

Gewerbegebiet West in Maulburg, Freianlagenplanung

Straßenbegleitgrün und Freianlagen

Mit der Vorplanung zum Straßenbegleitgrün werden die Gestaltungsoptionen innerhalb der vorhandenen Vorgaben und Funktionalitäten herausgestellt.

Für das Gewerbegebiet „Maulburg West“ wurden die zu beachtenden Festsetzungen im Umweltbericht mit integriertem Grünordnungsplan (GOP) zusammengestellt.
Zur Herstellung des naturschutzrechtlichen Ausgleichs wurde ein Maßnahmenkatalog erstellt:
- Maßnahme 12: Vorgabe Straßenbegleitgrün bei den neu entstehenden Straßenzügen
- Maßnahme 16: Grünfläche bei der Anbindung des Gewerbegebiets an die Bundesstraße B317

Straßenbäume am Standort Mulde

Entlang der Erschließungsstraßen sind Baumreihen von Hochstammbäumen vorgesehen. Der Standort der Straßenbäume liegt in den Entwässerungsmulden. Da eine Entwässerungsrigole nicht von Wurzeln durchdrungen sein darf und andere Substratzusammensetzungen benötigt als ein Baumstandort, muss eine Trennung zwischen Pflanzgrube und Rigolenkörper vorgenommen werden. Zur Auswahl der Baumart werden folgende Kriterien herangezogen:
- Straßenbaumstandorte: stadtklimafest, tausalzverträglich
- Entwässerungsmuldenstandort: breite Amplitude bei der Bodenfeuchte
- Platzverhältnisse: Herz- oder Tiefwurzler
Die in Frage kommenden Baumarten reduzieren sich auf Baumhasel und Säuleneiche.

Gestalterischer Aspekt der Baumartenwahl

Es gilt zu entscheiden, ob an allen Standorten auf eine Baumart zurückgegriffen oder der bewusste Wechsel der Baumarten gestalterisch genutzt wird.

Oberflächengestaltung der Entwässerungsmulden

Die Maßnahme 12 (GOP) legt für die Böschungsbereiche der Rigolenversickerung fest, dass 20% partielle Grobschotterschüttung kombiniert mit 80% Humusierung, weniger 10 cm, vorzunehmen ist. Die Initialsaat soll mit Arten der Magerrasen und Halbtrockenrasen erfolgen.

Muldengestaltung in homogener Form

Gemäß aufgeführter Vorgaben kann eine homogene Ausgestaltung der Muldenflächen vorgenommen werden. Die Ausgestaltung der Oberfläche wird nicht vollflächig mit Ansaaten angelegt. Es entstehen so erwünschte Lücken im Bewuchs, in denen das Steinmaterial wahrnehmbar wird. Dies wirkt gestalterisch aufgelockert und ansprechend.

Muldenausbildung in struktur- und artenreicher Form

Weitaus strukturreicher könnte die Mulde folgendermaßen ausgestaltet werden. Das Längsgefälle der Mulde wird in Kaskadenform ausgebildet. An diesen Stufen wird das Wasser länger gehalten und es kann die Artenvielfalt der Pflanzen erhöht werden.

Option Gestaltungssteine

Eine weitere Option zur gestalterischen Aufwertung ist es, auch bei den Steinflächen mehr Struktur durch eine stärkere Korngrößenverteilung vorzunehmen.

Zusammenfassung

Bei der Entscheidung wird die Gewichtung einerseits der Ökologie und andererseits des Pflegeaufwandes den Ausschlag geben. Für die Grünflächen bei der Anbindung der B317 sind die Vorgaben der Maßnahme 16 aus dem Grünordnungsplan derart auszulegen, dass vor der Entwurfsplanung keine Entscheidungen anstehen.

Planerische Empfehlung

Der Unterhaltsaufwand wird zugunsten von Ökologie, Innovation und Exklusivität als nachrangig eingestellt.

Kontakt

Johannes Brandsch

Johannes Brandsch

Dipl.-Ing. (FH) Vermessung, Dipl. Mathematiker


T +49 7621 85 18 23
E-Mail Johannes BrandschE-Mail j.brandsch@rapp-regioplan.de

Johannes Brandsch

Dipl.-Ing. (FH) Vermessung, Dipl. Mathematiker
T +49 7621 85 18 23
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